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Der
Stainzer Flascherlzug
Der
Stainzer Flascherlzug ist eine Attraktion für sich.
Er lockt jedes Jahr weit über 20.000 Fahrgäste
an. Der Name des Zuges stammt aus der Zeit, als in Rachling
der Wunderdoktor Höllerhansl" (1866
- 1935) praktizierte. Er stand in dem Ruf, aus dem Urin
verschiedene Krankheiten feststellen zu können.
So reisten viele Leute mit der Schmalspurbahn Preding
- Wieselsdorf - Stainz an, hatten im Handgepäck
ein Flascherl mit Urin und suchten den Höllerhansl
auf. Von damals kommt die Bezeichnung Flascherlzug"
für diese Bahn.
Die Originalbezeichnung wäre eigentlich Schmalspurige
Lokalbahn". Die Marktgemeinde Stainz ist Besitzer
und Betreiber des Zuges.
Eröffnet wurde die Bahn mit der Spurweite von 760
mm im Jahre 1892. Ausgangspunkt war der Bahnhof Preding
- Wieselsdorf.
Der Flascherlzug hat mit seinen Sonderfahrten im Jahre
1971 begonnen. DerAusgangspunkt ist nun der Bahnhof
Stainz. Vorbei an den Haltestellen Herbersdorf, Neudorf
und Kraubath führt die Bahn durch das idyllische
Tal des Stainzbaches bis zur Bahnhof Preding-Wieselsdorf.
Die Gesamtlänge der Strecke beträgt 11 km.
Die Fahrdauer hin und retour beläuft sich auf ca.
zwei Stunden.
Auch der Bahnhof Stainz selbst ist eine Besonderheit.
Die Gebäude und Einrichtungen sind, ebenso wie
die Schmalspurbahn, ebenfalls über hundert Jahre
alt und stellen eine Rarität dar. Das Heizhaus
ist das letzte in der Steiermark erhalten gebliebene
Schmalspurheizhaus. Auch die Herzstücke der einzelnen
Weichen stammen noch aus der Gründerzeit.
Heute werden die bunten Personenwaggons von der, 1894
gebauten und von den Salzkammergut-Lokalbahnen stammenden,
Dampflokomotive S 11, gezogen. Daneben gibt es noch
einige sehr interessante Diesellokomotiven und eine
große Anzahl von Güterwagen, so daß
es für einen Eisenbahnfan genügend zu sehen
gibt.
Vier der bunten Waggons tragen bezeichnende, alte Namen,
die in Zusammenhang mit dem Höllerhansl stehen.
Einer wurde überhaupt Höllerhansl"
genannt, ein weiterer Bergliesl". Das war
eine in Stainz und Umgebung sehr bekannte Frau, die
die Kräuter für die Arzneimixturen gesammelt
hat. Auch der Name Kräuterwagerl" nimmt
darauf Bezug. Die blau gestrichene Schilcherschaukel"
hat im Inneren eine Ausschank, damit man sich während
der Fahrt mit Schilcher und Verhackertbroten stärken
kann.
Außerdem können jederzeit Sonderfahrten
und Amateurlokfahrten vereinbart
werden.
weiterer
Links Flascherlzug :www.bahnerlebnis.at
<Flascherlzug<<<
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